April war schlecht für Putins Truppen – Mai war noch schlimmer, zeigen neue Zahlen

Das Schlachtfeld hat sich seit Jahresbeginn grundlegend verändert

Die ukrainischen Streitkräfte haben es seit dem Jahreswechsel zunehmend geschafft, den russischen Vormarsch aufzuhalten und dabei erhebliche Mengen an Territorium zurückzuerobern. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

Der russische Gebietsgewinn bricht ein

Im Januar verbuchten die russischen Truppen noch einen territorialen Nettogewinn von 318 km². Bereits im Februar war dieser Wert auf magere 122 km² gefallen.

Im März sicherten sich Putins Soldaten gerade einmal 23 km² – bevor sie im April erstmals eine territoriale Nettoverlust von 116 km² hinnehmen mussten. Ein klarer Wendepunkt im Kriegsverlauf.

Nun liegen die Zahlen für den Mai vor, und sie zeichnen ein noch eindeutigeres Bild.

Ukraine drängt weiter vor

Das Institute for the Study of War (ISW) hat seine Analyse der territorialen Veränderungen aktualisiert. Das Ergebnis: Russland erlitt im Mai einen massiven Nettoverlust von 281 km².

Betrachtet man die tatsächlich eingenommenen Flächen, gewannen die russischen Truppen im Mai rund 40 km² hinzu – ein Anstieg von 12 km² gegenüber dem April, aber nur etwa ein Neuntel der Gewinne, die noch im Januar verzeichnet worden waren.

Das ISW weist darauf hin, dass der erhebliche territoriale Verlust zumindest teilweise auf Änderungen in der eigenen Berechnungsmethodik zurückzuführen ist. Die Analysten betonen jedoch klar, dass Putins Kriegsmaschine im Vergleich zur gleichen Periode des Jahres 2025 deutlich an Schwung verloren hat.

Auch andere Quellen, die unterschiedliche Methoden verwenden, registrierten im Mai 2026 eine spürbare Verlangsamung des russischen Vormarsches. Das übergeordnete Bild bleibt damit eindeutig: Eine russische Armee, die zunehmend Mühe hat, bedeutende Fortschritte zu erzielen – unabhängig davon, wie exakt die einzelnen Territorialzahlen sind.

Verluste in Zehntausenden

Territoriale Verschiebungen sind nur ein Maßstab für den Kriegsverlauf. Die Verlustzahlen erzählen eine ebenso aufschlussreiche Geschichte – und auch hier gibt es für Putin wenig Grund zur Freude.

Am 1. Mai schätzte das ukrainische Verteidigungsministerium die Gesamtzahl der ausgeschalteten russischen Soldaten auf 1.337.710.

Bis zum 1. Juni war diese Zahl auf 1.365.470 angestiegen – das entspricht weiteren 27.760 Verlusten innerhalb eines einzigen Monats.

Die Gesamtentwicklung seit Jahresbeginn verdeutlicht, wie schwer der Krieg die russische Armee trifft: sinkende Geländegewinne, steigende Verlustzahlen und ein Momentum, das zunehmend auf ukrainischer Seite liegt.

Quellen: Institute for the Study of War; Ukrainisches Verteidigungsministerium

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  • Madeleine zählt zu den einflussreichsten Umweltaktivistinnen Österreichs. Die in Wien lebende Bloggerin hat ihren Blog zu einer umfassenden Plattform für nachhaltiges Wohnen ohne Komforteinbußen ausgebaut. Sie gibt Tipps zur Abfallvermeidung (Zero Waste) und zur Organisation des Kleiderschranks.

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