So viel teurer wird das Grillen in diesem Sommer

Die Grillsaison hat begonnen – aber zu welchem Preis?

Sommerabende am Grill gehören für viele zum festen Ritual. Doch wer in dieser Saison Rindfleisch auf den Rost legen möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr.

Rindfleisch treibt die Preise nach oben

Laut dem schwedischen Lebensmittelpreisportal Matpriskollen ist Rindfleisch derzeit die Kategorie mit dem stärksten Preisanstieg überhaupt. Während die allgemeinen Lebensmittelpreise im Mai gegenüber April um 0,2 Prozent sanken, sieht es an der Fleischtheke ganz anders aus.

Im Jahresvergleich sind die Gesamtlebensmittelpreise sogar um 5,6 Prozent gesunken – ein Rückgang, der unter anderem mit einer Mehrwertsteuersenkung vom 1. April zusammenhängt. Doch beim Rindfleisch zeigt der Pfeil klar nach oben.

Rinderhack besonders stark betroffen

Innerhalb eines Jahres ist Rindfleisch um rund 17 Prozent teurer geworden. Noch deutlicher fällt der Anstieg bei Rinderhack aus: Hier liegt der Preisanstieg bei etwa 22 Prozent. Das trifft Haushalte besonders hart, denn Hackfleisch macht laut Experten 50 bis 60 Prozent des gesamten Fleischkonsums aus.

Ulf Mazur, Geschäftsführer von Matpriskollen, bringt es auf den Punkt: „Rindfleisch steht ganz oben auf der Preisliste. Ich glaube, das war das gesamte Jahr über so. Das ist eine Dauerbrenner-Geschichte, und sie wird uns wohl noch eine Weile begleiten.“

Warum ist Rindfleisch so teuer geworden?

Die Ursachen reichen Jahre zurück. Die Dürre von 2018 zwang viele Landwirte dazu, ihre Bestände zu schlachten. Anschließend stiegen zahlreiche Betriebe auf den Anbau von Getreide um. Höhere Produktionskosten und unsichere Rahmenbedingungen haben seitdem dazu geführt, dass kaum jemand in neue Tierbestände investiert hat.

Auch Hähnchenfleisch und Fisch zählen zu den Produkten, die im Mai besonders starke Preissteigerungen verzeichneten.

So lässt sich günstiger grillen

Ob Schuljahresende, Sommerfeste, Mittsommer oder Urlaub – der Grillsommer steht vor der Tür. Ulf Mazurs Empfehlung ist klar: Wer sparen möchte, sollte nicht alles auf teures Rindfleisch setzen.

„Denkt lieber an ein Grillbuffet“, rät er. Und das rechnet sich tatsächlich, wenn man die Preise vergleicht:

  • Hähnchen: rund 100 bis 150 Kronen pro Kilogramm
  • Schweinefleisch: oft bis zu 100 Kronen pro Kilogramm
  • Würstchen: ab etwa 60 Kronen pro Kilogramm
  • Flanksteak: circa 230 Kronen pro Kilogramm
  • Rinderfilet: über 500 Kronen pro Kilogramm
  • Halloumi: im Preis zuletzt sogar gesunken

Wer also in diesem Sommer weiterhin gerne grillt, kommt mit mehr Abwechslung auf dem Rost – und weniger Rindfleisch – deutlich günstiger davon. Mehr Vielfalt, weniger Kosten: Das ist die Devise der Grillsaison 2025.

Author

  • Madeleine zählt zu den einflussreichsten Umweltaktivistinnen Österreichs. Die in Wien lebende Bloggerin hat ihren Blog zu einer umfassenden Plattform für nachhaltiges Wohnen ohne Komforteinbußen ausgebaut. Sie gibt Tipps zur Abfallvermeidung (Zero Waste) und zur Organisation des Kleiderschranks.

Scroll to Top