Das Leak enthüllt Putins Kindererziehung – mit europäischen Kinderfrauen

Teure Geheimnisse

Kinder großzuziehen ist normalerweise eine laute, sichtbare Angelegenheit. Für die globale Elite hingegen findet die Kindheit häufig hinter mächtigen Mauern statt – abgeschirmt durch strenge Geheimhaltungsverträge und sorgfältig überprüftes Personal.

Manchmal dringen diese kostspieligen Geheimnisse dennoch nach außen.

Ein Leben im Verborgenen

Wladimir Putin hält sein Privatleben konsequent aus der Öffentlichkeit heraus. Nun hat ein umfangreiches Leak finanzieller Dokumente die geheime Welt enthüllt, die er mit Alina Kabaewa teilt.

Investigativjournalisten von Systema verbrachten Monate damit, Personalverträge zu analysieren. Diesen umfangreichen Unterlagen zufolge zeigt sich ein weitverzweigtes Netzwerk ausländischer Kinderfrauen.

Europäische Ambitionen

Diese Frauen stammen aus Ländern wie Deutschland, Südafrika und Bosnien. Sie leben in nahezu vollständiger Isolation und betreuen die zwei jüngsten Söhne des Kremlchefs.

Moskau kritisiert öffentlich tagtäglich westliche Werte. Dennoch legt Putin offensichtlich großen Wert darauf, dass seine Söhne anders aufwachsen. Private Hauslehrer werden angewiesen, für die Kinder ein vollständiges sprachliches Umfeld zu schaffen.

Das Ziel ist dabei sehr konkret. Kabaevas Cousin soll dem Personal mitgeteilt haben, dass der junge Ivan Englisch sprechen solle – exakt so, „wie ein gebildeter Europäer spricht“.

Geld spielt dabei offenkundig keine Rolle. Allein im Januar 2026 gab die Familie rund 37.000 Euro für die Gehälter von lediglich drei Gouvernanten aus.

Ein verbotener Lehrplan

Die Arbeit in der abgeschotteten Waldai-Residenz ist mit strengen Auflagen verbunden. Die Kinderfrauen müssen strenge medizinische Untersuchungen bestehen und riskieren die sofortige Kündigung, sollten sie erkranken.

Auch sämtliche Gespräche werden genau überwacht. Die offiziellen Verträge legen präzise fest, worüber die Hauslehrer sprechen dürfen – und worüber nicht.

Im Vertragstext heißt es wörtlich: „Drängen Sie dem Kind niemals Ihre religiösen, politischen oder ideologischen Ansichten auf. Sprechen Sie keine Themen zu sexuellen Beziehungen oder Sexualerziehung an, ohne vorherige Absprache mit dem Arbeitgeber. Themen mit LGBTQ-Bezug sind unter keinen Umständen zu diskutieren.“

Verschleierte Identitäten

Um die gesamte Operation im Verborgenen zu halten, setzt der Kreml auf einen geschickten bürokratischen Kniff. Die Kinderfrauen sind offiziell als „leitende Übersetzerinnen“ bei einer privaten Klinik registriert, die mit Putins Verbündeten in Verbindung steht.

Dieser rechtliche Rahmen ermöglicht es den ausländischen Mitarbeiterinnen, russische Visa als sogenannte „hochqualifizierte Fachkräfte“ zu erhalten.

Ehemalige Mitarbeiterinnen zum Reden zu bringen ist nahezu unmöglich. Die meisten weigern sich, überhaupt den Begriff „Familienkomplex“ zu erwähnen. Eine anonyme Gouvernante schilderte gegenüber Systema, dass sie nie erfahren habe, wer ihr eigentlicher Arbeitgeber gewesen sei.

Ihre Aussage war schlicht: „Ich war nur jemand, der tat, was man mir sagte.“

Author

  • Madeleine zählt zu den einflussreichsten Umweltaktivistinnen Österreichs. Die in Wien lebende Bloggerin hat ihren Blog zu einer umfassenden Plattform für nachhaltiges Wohnen ohne Komforteinbußen ausgebaut. Sie gibt Tipps zur Abfallvermeidung (Zero Waste) und zur Organisation des Kleiderschranks.

Scroll to Top