Der anhaltende Medikamentenmangel – so viele Frauen sind betroffen

Viele Schwedinnen versuchen, ihren Alltag rund um verschreibungspflichtige Medikamente möglichst frühzeitig zu planen.

Wer auf eine regelmäßige Behandlung angewiesen ist, kennt das Gefühl: Unsicherheit bei der Versorgung erzeugt Stress und wirft zahlreiche Fragen auf.

Apotheken mit unvollständig gefüllten Regalen sind in verschiedenen Medikamentenbereichen längst kein Einzelfall mehr, sondern ein wiederkehrendes Problem.

Gleichzeitig steigt der Bedarf an bestimmten Behandlungen, weil immer mehr Menschen medizinische Hilfe und Unterstützung bei verschiedenen Beschwerden suchen.

Jetzt zeigt sich diese Entwicklung besonders deutlich bei einer Gruppe von Medikamenten, die von vielen Frauen verwendet werden.

Nachfrage übersteigt das Angebot

Die Nachfrage nach Östrogen in Form von Pflastern, Sprays und Gelen übersteigt nach wie vor das verfügbare Angebot. Laut der schwedischen Arzneimittelbehörde werden im Laufe des Jahres neue Lieferungen erwartet – dennoch gilt die Lage weiterhin als unsicher.

Hinter dem Engpass stecken mehrere Ursachen. Das Interesse an diesen Behandlungen ist sowohl in Schweden als auch in anderen Ländern gestiegen. Gleichzeitig haben die Hersteller Schwierigkeiten, ausreichende Mengen zu produzieren und zu liefern, um den wachsenden Bedarf zu decken.

„Wir wissen, dass die Situation bei vielen Patientinnen Sorgen und Frustration auslöst und zudem einen erheblichen Mehraufwand für die Gesundheitsversorgung und die Apotheken bedeutet“, sagt Maria Wanrud, Abteilungsleiterin bei der schwedischen Arzneimittelbehörde.

Mehrere Produkte betroffen

Die Probleme bestehen bereits seit längerer Zeit. Besonders das Östrogenppflaster Estradot hat über mehrere Jahre hinweg immer wieder Lieferstörungen verzeichnet.

Wenn Patientinnen das Pflaster nicht bekommen können, suchen viele nach Alternativen. Das führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Produkten wie Spray und Gel – was wiederum auch dort die Verfügbarkeit beeinträchtigt.

Seit Mitte März ist die Verfügbarkeit des Lenzetto-Sprays eingeschränkt. Prognosen zufolge könnte diese Situation bis zum Jahreswechsel anhalten.

Auch die Gele Estrogel und Divigel sind nicht lieferbar. Die jeweiligen Hersteller geben an, dass weiterhin Lieferungen eingehen, die Mengen jedoch voraussichtlich nicht ausreichen werden, um die gesamte Nachfrage zu decken.

Mögliche Alternativen

Die schwedische Arzneimittelbehörde teilt mit, dass Östrogen in Tablettenform derzeit gut verfügbar ist. Für Patientinnen, bei denen diese Behandlungsform medizinisch geeignet ist, können Tabletten eine sinnvolle Alternative darstellen.

„Was wir hingegen sehen, ist, dass Östrogen in Tablettenform verfügbar ist. Für Patientinnen, bei denen eine solche Behandlung medizinisch angemessen ist, kann ein Wechsel zu Tabletten eine Option sein“, erklärt Maria Wanrud.

Verschreibende Ärztinnen und Ärzte können zudem eine Sondergenehmigung für Medikamente beantragen, die in anderen Ländern zugelassen sind, falls der Bedarf mit in Schweden erhältlichen Produkten nicht gedeckt werden kann.

Die Behörde arbeitet parallel dazu an verschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungslage. Unter anderem wurden für bestimmte ausländische Arzneimittel bereits Ausnahmegenehmigungen und Lizenzen erteilt.

Die schwedische Regierung hat die Arzneimittelbehörde und die zuständige Erstattungsbehörde außerdem beauftragt, auf eine langfristig stabile Versorgung mit östrogenbasierten Medikamenten hinzuwirken.

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  • Madeleine zählt zu den einflussreichsten Umweltaktivistinnen Österreichs. Die in Wien lebende Bloggerin hat ihren Blog zu einer umfassenden Plattform für nachhaltiges Wohnen ohne Komforteinbußen ausgebaut. Sie gibt Tipps zur Abfallvermeidung (Zero Waste) und zur Organisation des Kleiderschranks.

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