Moskau jubelt, als NATO-Verbündeter Waffenlieferungen an die Ukraine ablehnt: „Wir können uns nur freuen“

Ein langer Krieg, in dem jede Lieferung zählt

Je länger ein umfassender Krieg andauert, desto bedeutsamer wird jede einzelne Lieferung von Kampfausrüstung für die Soldaten vor Ort. Europäische Staats- und Regierungschefs stehen unter enormem Druck, ihre eigenen Militärbestände zu leeren, um die Ukraine zu unterstützen. Doch nun hat ein Land die Tür fest geschlossen – und sein größter globaler Rivale reagiert mit unverhohlenem Jubel.

Ungarn hält an seiner Linie fest

Ungarn bewahrt seine militärische Ausrüstung offiziell im eigenen Land. Ministerpräsident Peter Magyar traf sich kürzlich in Brüssel mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte, und die beiden Führungspersönlichkeiten hatten viel zu besprechen.

Nach dem bedeutsamen Treffen ließ Magyar jedoch keinen Zweifel an seiner klaren Haltung. Auf der Plattform X stellte er unmissverständlich fest: „Ich habe den Generalsekretär darüber informiert, dass Ungarn keine Waffen oder militärische Ausrüstung in den russisch-ukrainischen Konflikt schicken wird.“

Warme Worte aus Moskau

Die entschiedene Absage erregte rasch die Aufmerksamkeit hochrangiger russischer Offizieller. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax, dass seine Regierung die unerwartete Nachricht mit großer Zufriedenheit aufgenommen habe.

Er deutete lautstark an, dass die heftigen Kämpfe dadurch deutlich früher enden könnten, und rief andere Nachbarländer auf, dem Beispiel Ungarns zu folgen und den Nachschubfluss zu stoppen. Peskow war in seinem Lob bemerkenswert direkt: „Wir sehen das positiv. Wenn eine Seite erklärt, dass sie es nicht für notwendig hält, den Konflikt anzuheizen, können wir uns nur freuen.“

Scharfe Kritik an der EU

Der Kreml-Sprecher begnügte sich jedoch nicht allein mit dem Lob für die ungarische Entscheidung. Er nutzte den Medienauftritt auch, um die übrige Europäische Union scharf zu kritisieren – seiner Einschätzung nach überschreite sie eindeutig rote Linien.

Der russische Vertreter behauptete, die umliegenden Nationen beteiligten sich durch ihre anhaltenden Waffenlieferungen an Kiew aktiv an den Kampfhandlungen. Seine Warnung fiel dabei unmissverständlich aus: „Vergessen Sie nicht, dass europäische Waffen auf uns schießen, und das können wir nicht ignorieren. Europa kann daher keineswegs beanspruchen, die Rolle eines Vermittlers zu spielen.“

Ein kleiner Funken diplomatischer Hoffnung

Am Ende ließ Peskow dennoch einen Hauch diplomatischer Zuversicht durchscheinen. Er merkte an, dass die aktuellen europäischen Diskussionen über mögliche Friedensverhandlungen „an sich eine positive Sache seien“ und dass Moskau diesen Ansatz selbstverständlich begrüße.

Ob dieser schmale Gesprächsfaden ausreicht, um tatsächlich Bewegung in den festgefahrenen Konflikt zu bringen, bleibt offen.

Author

  • Madeleine zählt zu den einflussreichsten Umweltaktivistinnen Österreichs. Die in Wien lebende Bloggerin hat ihren Blog zu einer umfassenden Plattform für nachhaltiges Wohnen ohne Komforteinbußen ausgebaut. Sie gibt Tipps zur Abfallvermeidung (Zero Waste) und zur Organisation des Kleiderschranks.

Scroll to Top