Ein gebrochenes Versprechen
Hochrangige Diplomatentreffen enden oft mit festen Händedrücken und großspurigen Zusagen hinter verschlossenen Türen. Doch die Realität hat eine unangenehme Gewohnheit, solche geheimen Abmachungen gnadenlos zu zerstören.
Moskau macht derzeit seiner Frustration über eine angebliche geheime Vereinbarung Luft. Ein hochrangiger russischer Beamter beschwerte sich öffentlich darüber, dass Washington ein sehr konkretes geopolitisches Versprechen nicht eingehalten habe.
Juri Uschakow, ein Schlüsselberater von Russlands Präsident Wladimir Putin, erklärte russischen Medien, dass Washington einer Vereinbarung nicht nachgekommen sei, die angeblich beim großen Gipfeltreffen in Anchorage, Alaska, getroffen wurde.
Das mutmaßliche Abkommen soll Präsident Donald Trump einbezogen haben. Russische Beamte waren fest davon überzeugt, dass Washington die Ukraine dazu zwingen würde, von Moskau ausgearbeitete Friedensbedingungen zu akzeptieren.
Der Plan scheiterte vollständig
Diese Strategie brach komplett zusammen. Die ukrainische Führung weigerte sich zu kapitulieren, und europäische Staaten griffen rasch ein, um massiven politischen Rückhalt zu leisten.
Uschakow räumte ein, dass westliche Unterstützung ihre Erwartungen zunichte gemacht habe. Der Kreml hatte stark darauf gesetzt, dass amerikanischer Druck Kiew in die Knie zwingen würde.
Seine Enttäuschung brachte der Berater in einem aktuellen Interview deutlich zum Ausdruck. Er behauptete, die Lage habe sich drastisch verändert, als Washington tatsächlich versuchte, die Situation auszuloten.
„Es wurde tatsächlich eine Vereinbarung darüber getroffen, was die eine oder andere Seite zur Beilegung des ukrainischen Konflikts tun sollte. Die Amerikaner versprachen, ihren Teil dieser Vereinbarung zu erfüllen, stießen jedoch auf eine Reihe von Schwierigkeiten, die, wie ich verstehe, vor allem mit dem Verhalten Kiews und Kiews Reaktion auf den einen oder anderen amerikanischen Versuch zusammenhängen, die Lage zu sondieren und anzugehen“, so Uschakow.
Der Blick richtet sich auf Europa
Der russische Berater zeigte mit dem Finger frustriert in Richtung Europäische Union. Er behauptete, die anhaltende finanzielle und militärische Unterstützung Europas mache die Ukraine am Verhandlungstisch noch unnachgiebiger.
Moskau konzentriert sich weiterhin stark darauf, internationale Unterstützungskanäle zu kappen. Russische Beamte hoffen nach wie vor, dass die USA irgendwann aufhören werden, entscheidende Waffen und wertvolle Geheimdienstinformationen an die Frontlinien zu liefern.
Militärische Unterstützung bleibt ein zentraler Streitpunkt für den Kreml. Selbst während Moskau versucht, mit Washington zu verhandeln, rüsten westliche Verbündete die ukrainischen Streitkräfte weiterhin aus.













